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Petrus war uns an diesem Tag nicht wohl gesonnen. Es regnete bereits bei Spielbeginn und sollte auch bis zum Abend nicht mehr aufhören. Dass bei diesen Bedingungen 16 Spieler antraten, muss als Wunder bezeichnet werden.
Für M1 begann das Spiel furios. Nach 15 Minuten führte die Mannschaft mit 4 : 0 Toren. Der schnelle Mittelstürmer und der kroatische Halbstürmer trafen je zweimal; für den Gegner schien sich ein Debakel anzubahnen. Dem Libero von M2 platzte der Kragen; mit donnernder Stimme trieb er seine Mannen zu stärkerer Leistung an. Der Erfolg gab ihm Recht, er traf offensichtlich genau den richtigen Ton. Durch zwei Treffer des Youngsters und ein Abstaubertor der holländischen Leihgabe verkürzte M2 auf 4 : 3, ehe dem Weißkopfadler aus halbrechter Position sogar der Ausgleich gelang. Ehe M1 sich von diesem Schock erholt hatte, ging der Gegner in Führung, die aber postwendend vom kroatischen Stürmer ausgeglichen wurde.
Nach langer erfolgloser Zeit konnte auch der wuchtige Rechtsaußen von M2 an bessere Zeiten anknüpfen. Mit einem knallharten Schuss ließ er dem Torhüter kein Chance und erzielte den Gleichstand zum 6 : 6. Es hätte das Führungstor sein müssen, denn wenige Minuten zuvor vergab er die größte Chance für sein Team. Aus einer Entfernung von drei Metern jagte er den Ball über das gegnerische Tor . Dieser Schuss nötigte dem Torhüter das größte Laufpensum seiner langjährigen Spielerlaufbahn ab. Der Ball überwand auch noch den angrenzenden Rasenplatz.
Ursache für die spielerische Überlegenheit von M2 in der zweiten Hälfte des Spiels war eine Verletzung des Liberos von M1, der seinen Posten aufgeben musste und sich vor dem Tor des Gegners postierte. Seine Großtat: Er grätschte in einen Schuss des Spielmachers und erzielte die Führung zum 7 :6. Dem Spielmacher selbst gelang nach langer Durststrecke wieder einmal ein Treffer, das Tor zum Endstand mit 8 : 6 Toren.
Trotz des widrigen Wetters ließen wir es uns nicht nehmen, die Sommersaison mit einem Grillfest einzuweihen. Norbert hatte ausgezeichnete Salate zubereitet, Peter für das nötige Grillgut gesorgt und den bewährten Kohlegrill aufgestellt. Ulf zeigte, wozu ein Sturzhelm genutzt werden kann, nämlich zum Transport von Gewürzen und Saucen. Auch an Getränken herrschte kein Mangel, unser Pilot kam seiner Pflicht aus einer Anschaffung im Werte von über Euro 1000.- nach.
Aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr der Chronist, der Nachmittag bzw. Abend endete in bewährten Lokalitäten von Sachsenhausen Die Stimmung konnte als ausgelassen bezeichnet werden.
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