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Glücklicherweise herrschte in der Nacht zuvor Dauerfrost; der Neuschnee, der den Boden bedeckte, sorgte für seht gute Spielbedingungen. Offensichtlich verführt von diesen guten Verhältnissen entwickelte sich die Partie in einer hektischen Atmosphäre, die zu unschönen Szenen führte. Sie gipfelten in einer versuchten Tätlichkeit gegen einen älteren Spieler, gedacht als Revanche für ein vorangegangenes Foulspiel eines anderen Spielers.
Die Nettospielzeit betrug an diesem Tag nur die Hälfte der Gesamspieldauer; die andere Hälfte wurde im wahrsten Sinne des Wortes mit Meckern vergeudet. Jeder Körperkontakt führte zu einer Unterbrechung und dem Wunsch nach Freistoß des angeblich gefoulten Spielers. Selbst als der kroatische Sturmführer von zwei Gegnern in die Zange genommen wurde und sich dennoch durchsetzen konnte, wurde Foulspiel reklamiert.
Das Spiel selbst gestaltete sich zu einer einseitigen Sache für M1. Die Spielführer hatten Teams aufgestellt, die Ausgeglichenheit signalisierten. Die zahlenmäßig überlegene Mannschaft M1 stellte eine Abwehr mit 240 Jahren Lebenserfahrung verteilt auf den Torwart und die Dreierkette als Ausgleich für diese zahlenmäßige Überlegenheit, M2 stellte ein stark verjüngtes Team dagegen. Diese geballte Erfahrung gestattete dem Gegner nur ein einziges Tor. Der Sturm des Teams erwies sich als äußerst durchschlagsfähig. Der Dribbelkünstler und unser Kroate harmonierten prächtig und erzielten insgesamt sieben Treffer. Herauszuheben ist ein Tor des Sturmführers, als er sich den Ball in der eigenen Hälfte erkämpfte, bei seinem Sturmlauf nacheinander fünf Gegenspieler stehenließ und aus unglaublich spitzem Winkel einschoss. Eine gewisse Mitschuld am Desaster der Abwehr von M2 trägt der Trainer, der einen für seine Kampfstärke bekannten Abwehrrecken (bekannt unter dem Pseudonym “Schiess”) ins Tor beordert hatte.
Nach dem Spiel gab es einen ersten Umtrunk in der Kabine, Daniel hatte am selben Tag Geburtstag und stieß mit uns an. Auch Siggi, der in der Woche zuvor Geburtstag hatte, ließ sich nicht lumpen; in der Hütte hatte er einen Imbiss und natürlich Getränke bereitgestellt. Ein weiteres „Geburtstagskind“ hatte gepatzt: Es konnte sich wohl nicht entscheiden, an den Feierlichkeiten teilzunehmen, da es ihn auch zumindest eine „Runde“ gekostet hätte.
Es wurde ein schöner Nachmittag; nochmals unser Dank an die „Spender“.
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