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Unser Spieler aus München war enttäuscht; er hatte die weite Reise auf sich genommen, in der Hoffnung, der Rasenplatz stehe zur Verfügung. Leider musste er mit dem Hartplatz vorlieb nehmen. Das Wetter war beinahe frühlingshaft, so dass sich der Platz in gutem Zustand befand.
Das erste Tor für M1 war kurios: Ein leichter Ball wurde abgefälscht und trudelte auf das gegnerische Tor; drei Abwehrspieler mühten sich, den Ball noch zu erreichen, rutschten aber leider mit dem Ball über die Torlinie. Das Ausgleichstor gab ebenfalls Anlass zur Belustigung: Der Ball sprang dreimal zwischen dem Torwart und dem Rekonvaleszenten, der wieder durchs Bild laufen konnte, hin und her, ehe es gelang, ihn im Tor unterzubringen.
Jetzt erspielte sich M1 eine drückende Überlegenheit; die Überzahl machte sich bemerkbar und die beiden schnellen Stürmer waren nur schwer zu bremsen, auch wenn man dem Sprinter eine lange Nacht ansah; dazu hatte auch der Youngster eine blendende Form, er setzte sich auf der Linksaußenposition mehrmals gegen die gesamte Abwehr durch, der Torerfolg blieb ihm allerdings versagt. Die Folge war die Führung mit 5 : 1 Toren zur Pause.
Die zweite Halbzeit sah veränderte Teams auf dem Platz, der Abwehrstratege hatte auf Befehl des Libero von M2 die Seiten gewechselt und mühte sich, den Sturmlauf von M1 abzuwehren. Durchschlagender Erfolg blieb ihm leider versagt, M1 erzielte mit dem siebten Treffer das Tor des Tages: Ein schneller Konter führte nach einer traumhaften Kombination der beiden Mittelstürmer sowie des Youngsters zum Abschluss, Spielstand 7 : 3 (leider weilte Klinsmann in Kalifornien).
Dem Libero von M2 gelang noch eine perfekte Täuschung: Er unterhielt sich vor dem Tor des Gegners mit den Abwehrspielern und klagte über mangelnde körperliche Fitness. Als er überraschend vom Weißkopfadler angespielt wurde, war alle Schwäche vergessen, er nahm den Ball an, drehte sich blitzschnell um die eigene Achse und schoss ein unhaltbares Tor. Beim Stand von 7 : 4 für M1 ertönte der Schlusspfiff.
Die Temperaturen in der Sonne gestatteten erstmals in diesem Jahr eine kleine Feier im Freien. Unser Spieler aus München hatte an ein Gastgeschenk in flüssiger Form gedacht, dem wir kräftig zusprachen. Wir konnten auch unseren Platzwart begrüßen, der nach einer schweren Herzoperation erste Gehversuche unternehmen konnte. Unsere Mahnung, es mit der Arbeit nicht zu übertreiben, nahm er dankend an. Sicher wird es ihm leicht fallen, unseren Ratschlag zu befolgen, zumal ihm mit dem Hilfsplatzwart eine tatkräftiger Helfer (offizielle Version) zur Verfügung steht.
Es muss noch erwähnt werden, dass der FC-Trinkaus inzwischen auch international einen gewissen Bekanntsheitsgrad erlangt hat; ein Gastspieler aus Südafrika nutzte die Partie zum Probetraining.
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