|
Zur festgesetzten Zeit waren gerade mal 3 Spieler anwesend; wir machten uns schon auf einen Spielausfall gefasst, als noch einige Nachzügler auftauchten; sehr zur Freude aller Beteiligten insbesondere des Kassenwartes, der dadurch gute Einnahmen verzeichnen konnte. Der Grund für den schwachen Besuch lag im Heimspiel der Eintracht; einige unserer Akteure verwechseln wohl das Zuschauen mit aktiver Ausübung ihres Sports.
Der Boden des Spielfeldes bot leider nicht die guten Bedingungen der Vorwoche; der verbliebene Schnee verdeckte teilweise vereiste Stellen, sodass einige Spieler ohne Vorwarnung Bodenkontakt hatten. Besonders betroffen unser Spieler aus der Pfalz, der sich hämische Kommentare anhören musste.
Das erste Tor schoss unser blonder Mittelstürmer, der dank Abwesenheit von Stammspielern diese Position besetzten konnte. Aus einer Spielertraube stocherte er das Leder ins Tor.
Er erzielte noch weitere Treffer, von denen einer einen Platz im Kuriositätenkabinett verdient: Von der linken Seite versuchte er mit seinem schwachen linken Fuß eine weite Flanke zu einem Mitspieler auf der rechten Seite. Der gegnerische Torwart hatte die Absicht erkannt, lief heraus und wollte den Ball abfangen; Der schlecht getroffene Ball nahm allerdings eine andere Richtung und senkte sich direkt ins Netz. Unser Stürmer war von seinen Torerfolgen offensichtlich so berauscht, dass er die Deckung sträflich vernachlässigte; der Libero des Gegners sowie der Tänzer aus der Pfalz nutzten diese Chancen zu zahlreichen Gegenstößen, die regelmäßig zu Torerfolgen führten. Ein Tor von M1 verdient besondere Erwähnung: Der Jägermeister stürmte auf das gegnerische Tor zu, tunnelte seinen Gegenspieler und hob den Ball aus einem Meter Entfernung über den herauslaufenden Torwart.
Kurz vor Ende der Partie führte M1 mit 5 Toren Vorsprung. Unter Aufbietung der letzten Kräfte verkürzte M2 den Rückstand bis auf ein Tor und hatte sogar noch eine große Chance auf den Ausgleich; doch leider verfehlte der Spielmacher aus zwei Metern das leere Tor, die Niederlage war besiegelt.
Das Ergebnis des Spiels konnte nicht genau festgestellt werden; der Schiedsrichter war bei der hohen Torausbeute überfordert und zählte nur noch die Tordifferenz.
Wie immer in diesen kalten Tagen trafen sich alle zum Umtrunk in der Kabine; unser Hilfsplatzwart war bemüht, Getränke zu reichen und verdiente sich aus dieser Sicht unser Lob.
|